Bauernhofurlaub – Die Milch kommt nicht aus dem Tetra-Pack!

 

Kuhler Bauernhofurlaub: Hier kommt die Milch eben nicht aus dem Tetra-Pack! Vier Milchbauernbetriebe des Landesverbandes zeigen, dass Bauernhofurlaub ein echtes Erlebnis für Klein und Groß ist.

And the Oscar goes to …! Die muhenden Schauspielerinnen vom Berghof Kinker im Allgäu

Bio-Bauer Franz Kinker betreibt mit seiner Familie in der Nähe von Roßhaupten im Ostallgäu seinen Bio-Bauernhof. Einzigartig ist hier, dass man im Bio-Berghof Kinker sein eigenes Lieblingskälbchen taufen und als Pate miterleben kann, wie es von Jahr zu Jahr wächst und gedeiht. Persönlichkeitsrechte hin oder her – dank dreier Webcams im Stall kann der Kuhpate jederzeit sehen, ob es seinem Kälbchen gut geht und wie sein Freizeitprogramm aussieht. Richtig interessant wird es aber, wenn das Fernsehen vor der Türe steht. Drei von Bauer Franz’ Kühen sind nämlich schon echte Stars. Die spielten nämlich bereits bei zwei Werbefilmen mit. Ihr Drehtag begann um vier Uhr morgens mit Wecken, Melken und Shamponieren. Am Set wirkten die Drei vom Berghof dann souverän mit und folgten perfekt den Regieanweisungen. Alte Hasen eben, die Kinker-Kühe. Wie es sich um einen echten Manager gehört, vermittelt Bauer Kinker „Josi“, „Anita“, „Linda“, „Rosi“ & Co. neuerdings an Filmteams. Zuletzt spielten einige seiner Kühe in einem ZDF-Krimi die tierischen Nebenrollen. Noch nicht genug von Stars und Sternchen? Die Apartments im Bio-Bauernhof Kinker sind übrigens auch mit vier Sternen geschmückt. www.berghof-kinker.de

So ein Käse! Käsen und übernachten im Hofgut Ratzenberg im Westallgäu

Urlauben mit allen Sinnen: Das Hofgut Ratzenberg in Lindenberg – fast in Sichtweite des Bodensees – ist viel mehr als nur ein Bauernhof. Der Gutshof beherbergt eine Hofmetzgerei, eine Hofbrennerei, einen Hofladen – und eine Hofkäserei. Wie es sich für echte Allgäuer gehört, wird hier im hügeligen Voralpenland die hohe Kunst des Käsemachens zelebriert. Und zwar in der hofeigenen Bio-Käserei. Wertvolle Rohstoffe werden mit Herz, Hand und Verstand in traditioneller Manier zu feinsten Milchprodukten und herzhaften Käsespezialitäten veredelt. Dank der großen Fenster zur Molkerei und zum Reiferaum können Hofgäste den Herstellungsprozess hautnah miterleben. Oder noch besser: selbst käsen! Möglich macht’s das hofeigene Käseseminar. In 16 kleinen Käsetöpfchen können Hausgäste unter fachkundiger Anleitung in etwa zweieinhalb Stunden ihren eigenen Weichkäse herstellen. Nach der Reifezeit von nur eineinhalb Stunden nimmt man im Hofladen seinen Käse in Empfang. Ein Stückchen Allgäu – selbstgemacht! Hofmetzgerei, Hofbrennerei, Hofladen und Hofkäserei sind aber nicht genug. Im Hofgut Ratzenberg kann man auch übernachten. www.hofgut-ratzenberg.de

Wie aus dem Bilderbuch: Gut Grasleiten im oberbayerischen Pfaffenwinkel

Joseph Schmuzer (1683 – 1752) war der Michelangelo Oberbayerns. Der Baumeister hat schließlich so bekannte Bauwerke wie das Kloster Ettal oder die Oberammergauer Pfarrkirche erschaffen. Neben dutzenden anderer Bauwerke hat der Wessobrunner Stararchitekt aber auch die hofeigene Kapelle von Gut Grasleiten erbaut. Dieses denkmalgeschützte Anwesen – ehemals der Gutshof des Klosters Polling – liegt gut versteckt im Wald zwischen Uffing und Huglfing, im sogenannten „Pfaffenwinkel“. Oberbayern wie aus dem Bilderbuch. Alois Schmid Junior ist der Kuhflüsterer des Pfaffenwinkels. „Landwirtschaft kann man industriell betreiben – oder als Handwerk“, sagt der 35-jährige Landwirt. Er hat sich der „Mutterkuhhaltung“ verschrieben. Dass das Kalb bei Mutti aufwächst und deren Milch schlürft, ist das Natürlichste von der Welt. Aber in Deutschland die Ausnahme. Seit sechs Generationen bewirtschaften die Schmids nun den Bio-Bauernhof Gut Grasleiten. „Von mir aus können es noch mindestens sechs weitere Generationen werden“, sagt Alois Schmid. Der Anfang ist mit den Töchtern Leni, Theresa und Marie gelegt … Übrigens: Im Gut Grasleiten fühlen sich nicht nur kleine Kälbchen, sondern auch kleine und große Zweibeiner wie im Urlaub! www.grasleiten.de

Für den Erhalt der Alpenvorlandschaft: 18 Kühe im Schauerhof am Chiemsee

Wie die Zeit vergeht! Der Schauerhof wurde im Jahre 1867 erbaut. Keine vier Kilometer vom Chiemsee, dem „Bayerischen Meer“, entfernt. Gut hundert Jahre später – und nach vielen Renovierungs- und Modernisierungsmaßnahmen – empfingen Walburga und Johann Schauer im Jahre 1972 die ersten Feriengäste. Etagendusche und Etagentoilette waren damals selbstverständlich. Zwei Generationen und 45 Jahre später begrüßen Josef Schauer, seine Frau Sandra und die beiden Töchter Maria und Barbara ihre Gäste mit allem Komfort. Und mit der sprichwörtlichen Chiemgauer Herzlichkeit. Die Bauer-Schauer-Familie macht dabei die Landwirtschaft nicht „so nebenbei“, sondern Vollgas. Sieben Tage die Woche, 365 Tage im Jahr. „Wir brauchen unsere Bauernhöfe für den Erhalt der Alpenvorlandschaft“, sagt Josef Schauer und stemmt sich mit viel Herzblut gegen das Aussterben kleiner und persönlicher Höfe mit 20 bis 30 Kühen und zwei bis drei Ferienwohnungen. Zwar stehen bei den Schauers „nur“ 18 Milchkühe im Stall, aber mit all den Kälbchen, Ponys, Ziegen, Katzen, Hühnern und Hasen gibt es immer was zu tun. Daher ist die Mithilfe von Gastkindern hier ausdrücklich erwünscht. Ob mit Bauer Schauer Traktor fahren oder mit Bäuerin Sandra die Tiere füttern – fleißige Helfer bekommen nach getaner Arbeit und richtig beantworteten Fragen ihr „Bambini-Stalldiplom“. www.schauerhof-chiemsee.de

Weitere Ferienhöfe mit dem Blauen Gockel: www.bauernhof-urlaub.com

 (Quelle/ Bilder: NEOCOMM Media & Communication GmbH)

 

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