März 15th, 2013 von admin
Mit Blick auf die Taufe des neuen Kreuzfahrtschiffes „AIDAstella“ am morgigen Samstag hat der NABU die mangelhaften Umweltstandards des Flottenneuzugangs der Reederei AIDA Cruises kritisiert. „Kein Stickoxidkatalysator, kein Rußpartikelfilter, kein sauberer Treibstoff. Mit der AIDAstella macht die Reederei weiter wie bisher und verpasst damit die Chance, Umweltvorreiter der Kreuzfahrtbranche zu werden. Anders, als der Name vermuten lässt, funkelt hier nach wie vor nur die Fassade, unter Deck aber geht der Schweröl-Wahnsinn weiter“, kommentiert NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller die Taufe des zehnten AIDA Kreuzfahrtschiffes in Rostock.Erst am Dienstag hatte sich AIDA im aktuellen Nachhaltigkeitsbericht gerühmt, Vorreiter in Sachen Umweltschutz zu sein. Allein die dort wortreich beschriebenen Maßnahmen wie Energiesparlampen und reibungsarme Unterwasseranstriche sind ein Tropfen auf den heißen Stein. Die wahre Umweltsünde der Schifffahrt resultiert nach wie vor aus der Verwendung von giftigem Schweröl und dem Verzicht auf Abgasreinigungssysteme wie Rußpartikelfilter und Stickoxidkatalysatoren. Auf diese Weise werden gigantische Mengen schädlicher Luftschadstoffe freigesetzt, die den Klimawandel beschleunigen und die Gesundheit von Millionen Menschen schädigen. Dabei ist die notwendige Technik einsatzbereit: So wird Mitbewerber Hapag-Lloyd in acht Wochen die „MS Europa 2“ vorstellen, die als erstes Kreuzfahrtschiff immerhin über einen Stickoxidkatalysator verfügen wird, der die für Mensch, Tier und Pflanzen schädlichen Stickoxide fast vollständig zurückhält.„Ein modernes Kreuzfahrtschiff fährt ohne Schweröl und setzt auch einen Partikelfilter ein. Erfreut nehmen wir daher die AIDA-Aussage zur Kenntnis, dass das Unternehmen mit Hochdruck an einem ganzheitlichen Filterkonzept für die Schiffe arbeitet“, so Miller. Der NABU fordert diese Technik seit Jahren und hält sie für einen der wichtigsten Bausteine auf dem Weg zu mehr Umweltverträglichkeit von Schiffsreisen. Die „neue“ AIDAstella ist daher bereits auf ihrer Jungfernfahrt veraltet, da sie den neuesten Stand der Technik nicht einsetzt. (Auto-Reporter.NET)

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