Sich Ausbalancieren am Ritten, der Sonnenterrasse oberhalb Bozens

Der Ritten, auf Südtirols Sonnenseite und 1.000 Meter über der Alpenmetropole Bozen gelegen, zieht Menschen magisch an: seit der Aufklärung Künstler und Philosophen, seit Anfang des 20. Jahrhunderts die „Sommerfrischler“ und heutzutage Genussurlauber und Familien mit Kindern. Von 1. April bis einschließlich 30. Juni 2017 lädt die Destination zu den „Balance-Wochen“ ein. In abwechslungsreichen und von heimischen Experten geführten Tagesprogrammen geht es um lokales und sinnliches Erleben, ein Eintauchen in die Natur und die Festigung des inneren Gleichgewichtes. So kosten Ritten-Urlauber unter anderem „Rittner Kloatzen“ (getrocknete Birnen), Käse, Honig und vieles mehr, wandern mit Fernsicht, losgelöst vom Alltag über den Dingen und erlernen das Kochen mit Köstlichkeiten aus der Natur.

Montags: Honigwandern am Ritten, oder: süßes Gold sch(l)ürfen

Um 10 Uhr geht es vom Bahnhof Klobenstein durch Wiesen und Wälder nach Wolfsgruben, wo der begeisterte Imker Paul Rinner von seinen Bienen und ihrem süßem Gold erzählt – und seine Gäste natürlich kosten lässt. Ein kurzer Spaziergang führt danach zum herrlich gelegenen, über 600 Jahre alten Plattner-Bienenhof-Museum. Können Bienen hören? Die Antwort wartet hier … Von Wolfsgruben wandert man dann auf der „Sigmund-Freud“-Promenade zurück nach Klobenstein. Der süße Spaß dauert zweieinhalb Stunden (reine Gehzeit), beinhaltet ein Mittagessen und kostet ab 20 Euro bzw. 10 Euro (mit RittenCard). Anmeldung: jeweils bis Montag 9 Uhr beim Tourismusverein Ritten.

Dienstags: Ritten erleben, oder: Fernsehen bis zu den Pyramiden

Um 10 Uhr geht es vom Bahnhof Klobenstein mit Sepp Lamprecht zu einigen der schönsten Plätze am Ritten. Der Wanderführer erzählt während der Wanderung Interessantes und Wissenswertes über den Ritten und seine Einwohner. Nebenbei sieht man vom schönsten Aussichtsberg Südtirols trefflich fern: von den Gletscherriesen des Ortlers und der Ötztaler Alpen bis weit hinein in die sagenhafte Dolomitenwelt. Und von den Stubaier- und Zillertaler Alpen bis fern hinab in die Brenta-Dolomiten. Die Fern- und Nahseh-Show dauert zweieinhalb Stunden (reine Gehzeit) und kostet 10 Euro bzw. 0 Euro (mit RittenCard). Anmeldung: jeweils bis Montag 17 Uhr beim Tourismusverein Ritten.

Donnerstags: Die K-Frage, oder: Kräuter, Kloatzen oder Käse?

Um 10 Uhr geht es vom Bahnhof Klobenstein mit Wanderführerin Irene Eder zu idyllischen (aber streng geheimen!) Plätzen, wo die Natur Kräuter für Wohlbefinden und Gesundheit wachsen lässt. Entlang des Weges weist „Kräuterhexe“ Irene ihre Gäste ins Kräuter-Einmaleins ein. In Siffian kann man in einem Hof mit herrlicher Aussicht zu Mittag essen. Anschließend führt die Wanderung an den Erdpyramiden von Unterinn – den höchsten und formschönsten in ganz Europa – vorbei zum Erschbaumerhof. Josef Lobis berichtet über die Herstellung von Käse. Und in seiner Käserei verkostet man verschiedene Käsearten, kombiniert mit Kräutern und „Rittner Kloatzen“, das sind getrocknete Birnen. Zurück nach Klobenstein geht es per Linienbus. Die Kraut- und Pyramidentour dauert drei Stunden (reine Gehzeit) und kostet 10 Euro bzw. 0 Euro (mit RittenCard). Der Linienbus kostet extra. Anmeldung: jeweils bis Mittwoch 17 Uhr beim Tourismusverein Ritten.

Freitags: Das Beste zum Schluss (der Woche), oder: Kochen mit der Natur

Lecker und gesund, unter diesem Motto zeigt zum Abschluss der Woche Florian Schweigkofler, ein diätetisch geschulter Koch vom Gasthaus Restaurant Wiesenheim, wie man aus Produkten, die uns die Natur schenkt, ein leckeres Menü zubereiten kann. Er bringt seinen Gästen bei, wie man mit der Natur kocht und wie man leckere Gerichte mit Zutaten zubereitet, die vor unserer Haustür wachsen. Im Anschluss lassen sich die Gäste von Chefkoch Schweigkofler dieses besondere Rittner-Menü schmecken. Treffpunkt ist um 16 Uhr beim Restaurant Wiesenheim in Klobenstein. Preis: 15 Euro, mit RittenCard 10 Euro, das Essen ist jeweils inbegriffen. Anmeldung beim Tourismusverein.

Am 6. Mai und am 21. Juni 2017: Wanderung auf den Spuren von Sigmund Freud, oder: Wandern als Geburtsstunde der Philosophie.  

„Hier auf dem Ritten ist es göttlich schön und behaglich. Ich habe eine unerschöpfliche Lust zum Nichtstun …“, schreibt der Psychoanalytiker Sigmund Freud vom Urlaub am Ritten im Jahr 1911 an seinen Freund C. G. Jung. Der einheimische Experte Francesco Marchioro, seines Zeichens Historiker der Psychoanalyse und Buchautor, hatte die Idee, eine der schönsten Rittner Promenaden nach Dr. Sigmund Freud zu benennen und sie mit passenden Tafeln zu gestalten. Höchst persönlich zeigt er Interessenten, warum wahre Philosophie, Weisheit und die Höhenflüge des Denkens beim Wandern in freier Natur entstehen und welch ein wunderbarer Ort die Freud-Promenade ist, um sich von Pflichten und Orten loszulösen und den Kontakt mit der Natur wieder zu erlangen. Treffpunkt ist um 14.20 Uhr an der Haltestelle Lichtenstern. Preis: 10 Euro, frei mit RittenCard. Anmeldung beim Tourismusverein Ritten. Weitere Infos unter www.ritten.com

(Quelle/Bilder: NEOCOMM Media & Communication GmbH)

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