Öko-Urlaub im Trend: Kräuterdorf Irschen in Kärnten

Wanderhotels_Wiesenbluete_in_IrschenWer fair trade-Produkte im Supermarkt kauft, will auch in den Ferien fair verreisen und verzichtet deshalb immer öfter auf Fernflüge. „Nature reloaded” heißt der Trend, der Städter hinaus aufs Land treibt oder sie dazu inspiriert, Häuserwände zu begrünen und Dachgärten mit duftendem Lavendel oder Thymian zu bepflanzen. Lange bevor daraus ein Trend wurde, hat man sich in dem Kärntner 2.000-Seelen-Dorf Irschen auf Kräuter spezialisiert, um so altes, in der Region verankertes Wissen wach zu halten. Authentisch sein, die Ressourcen vor Ort nutzen, nachhaltig wirtschaften, qualitativ hochwertige Produkte erzeugen und sie selbst vermarkten – das war das Ziel. Die gesamte Bevölkerung stand von Anfang an hinter dem Projekt und unterstützte es mit Ideen und Know-how. Heute beliefern rund 60 Dorfbewohnerinnen den ortseigenen Marketingverein: Vom Lavendel-Hopfenkissen für guten Schlaf bis zum Sirup aus Löwenzahn wird alles sorgfältig verpackt, in den Regalen verstaut oder verschickt. Der Pfarrstadl, der ehemalige Speicher neben der Kirche, dient als Logistik-Zentrum mit Verkaufstresen, einer Teestube und einem kleinen Kräutermuseum.

Irschen gilt heute als Best-Practice-Modell und Vorreiter für kleine Dörfer in abgeschiedenen Lagen, die dafür kämpfen, ihre seit Jahrhunderten gewachsenen bergbäuerlichen Strukturen zu erhalten. In den letzten 25 Jahren ist die Zeit in Irschen nicht stehen geblieben: Die Kräuter-Ferienakademie nahm ihre Arbeit auf mit vielen DIY-Angeboten, Irschen wurde 2007 mit dem  Österreichischen Staatspreis für Tourismus ausgezeichnet und 2015 zum „Schönsten Blumendorf” Kärntens gewählt. Im Jubiläumsjahr wird die ganze Begeisterung der ersten Tage noch einmal spürbar: Gäste und Hobbygärtnern dürfen sich auf ein vielfältiges Programm freuen: „Mit Kräutern durchs Jahr“, nennt sich eine Veranstaltungsreihe mit Vorträgen, Führungen und Workshops über die vielseitige Verwendung der Wild-, Duft- und Heilkräuter. Genussvolles aus der Kräuterküche sowie interessante Vorträge und Streifzüge durch Kräutergärten und Blumenwiesen bietet das Kräuterfestival am 2./3. Juli 2016  und wie am Beginn vor 25 Jahren bereits angedacht, beschäftigt ein Schwerpunkt sich mit Kräuterphilosophie für Kinder. Motto: „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.”

An Ideen für unbeschwerte Familienferien mangelt es in Irschen nicht. Beim „Frühstück von der Wiese“ zum Beispiel probieren Kinder aus, welche Kräuter auf dem Butterbrot gut schmecken und

&copy: Franz Gerdl/ Kräuterdorf Irschen

&copy: Franz Gerdl/ Kräuterdorf Irschen

welche Blüten sie unbesorgt essen können. Die Tage vergehen wie im Flug auch ohne TV und Computerspiel. Sich in einem großen Heuhaufen verstecken, mit nackten Füßen durch’s seichte Wasser waten, Murmeltiere an ihrem lustigen Pfeifton erkennen, Bienen zusehen, wie sie von Blüte zu Blüte schweben, im Baumhaus übernachten…

Dinge, die wir als Kinder gern gemacht haben, bleiben ein Leben lang positiv besetzt, heißt es. Wenn wir sie als Erwachsene wieder tun, stellt sich automatisch das gleiche Glücksgefühl ein. Es genügt, den Duft frisch gemähter Wiesen einzuatmen, und schon fühlen wir uns wie damals. Endlich Ferien! In Irschen, wo nahezu jedes Haus seinen eigenen Kräutergarten hat und auch sonst auf den steilen, naturbelassenen Berghängen es nur so duftet und sprießt, liegt ein Hauch von diesem „Wie-Damals-Gefühl” immer noch in der Luft.

Weitere Infos unter:  www.kraeuterdorf.at und www.irschen.com

(Quelle: NEOCOMM Media & Communication GmbH)

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