Vorsorge gegen Hitzestau: Schattenparken lohnt sich

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Nach Beobachtungen des AvD treffen viel zu wenig Autofahrer Vorkehrungen gegen die Sommerhitze - dabei lässt sich der Aufenthalt im Auto mit wenigen Tricks angenehm gestalten.

Sehr wirksam sind Schattenspender aus leichtem Gaze, die man mit Saugnäpfen von innen am Autofenster befestigen kann. Zur Abdeckung von Armaturenbrett, Heckablage und Sitzen empfehlen sich leichte, möglichst helle Frottee-Handtücher, die man beim Parken im Auto auslegt. Notfalls kann man Doppelseiten von Tageszeitungen auslegen, um das Sonnenlicht von Sitzen und Verkleidung abzuhalten.

Navi und Telefon sollten, wie alle Zusatzgeräte, nicht ungeschützt am Armaturenbrett bleiben, denn die Oberflächentemperatur kann mehr als 70 Grad Celsius erreichen, das heißt, Kunststoffteile verformen sich oder können sogar zerstört werden.

Mit Windabweisern an den Seitenfenstern kann man fast zugfrei belüften und die Fenster eine handbreit geöffnet lassen. Besonders wirksam sind die meist silberfarbenen Abdeckungen für Front- und Heckscheibe, die man über die Scheibe legt, wenn möglich mit den Scheibenwischern sichert und deren Enden man vor dem Schließen der Türen im Türfalz einklemmt.

Bei großer Hitze lohnt sich das Parken im Schatten. Man kann den Sonnenlauf einschätzen und das Auto hinter Gebäuden, aber auch unter Bäumen abstellen. Ideal sind Tiefgaragen und Parkhäuser - Familien mit Kindern sollten sie, wo möglich, nutzen, um nicht in ein überhitztes Auto steigen zu müssen. Die Parkgebühren lohnen sich meist auch im Hinblick auf möglicherweise im Auto befindliche Lebensmittel, die nach dem Einkauf möglichst nicht der prallen Sonne ausgesetzt sein sollten.

Doch wenn nirgendwo Schatten ist, hilft eine sog. „Halbgarage" oder auch Paletot - eine wasserabweisende Hülle, die man über die komplette Dach- und Fensterpartei zieht und mit Gummizügen am Auto befestigt. Sie hält auch das UV-Licht ab und verhindert das Aufheizen der Oberflächen im Auto. Nach Gebrauch nimmt sie im Kofferraum nur wenig Platz weg. Es lohnt sich, für einen schattigen Parkplatz etwas längere Fußwege in Kauf zu nehmen.

Bei Abfahrt mit heißem Auto sollte man alle Fenster öffnen und die heiße Stauluft abziehen lassen, danach am nächstmöglichen Schattenplatz nochmals anhalten, alle Türen öffnen und den Wagen erst einmal durchlüften. Nach Abfahrt sollte die Klimaanlage nur auf mittlerer Gebläsestufe und nicht auf voller Kälte betrieben werden, wo vorhanden sollte man die sog. „Umlufttaste" drücken, um zunächst im Luftkreislauf die Innenraumluft zu kühlen. Die Ausströmdüsen auch in Fahrzeugen ohne Klimaanlage nicht direkt auf den Körper richten, sondern immer möglichst indirekt nach oben und auch unten ausrichten, um Sommergrippe zu vermeiden.

Sonnenbrille, leichtes Halstuch und Kappe schützen vor dem direkten Sonnenlicht. Bei häufigen Fahrten mit offenem Fenster, Schiebedach oder Verdeck empfiehlt sich Sonnenschutzcreme, denn durch den kühlenden Fahrtwind kann man unbemerkt schnell einen schweren Sonnenbrand bekommen.


Im Auto sollten Mineral- oder Trinkwasser mitgeführt werden, um während der Fahrt den Flüssigkeitsverlust ausgleichen zu können. Bei Fahrten mit Kindern sollten immer wieder Pausen im Schatten eingelegt werden. Wer diese Tipps beachtet, kommt mit der Sommerhitze besser zurecht. (dpp-AutoReporter)

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