Reiserecht: Wer unverdünnt Sauna-Aufgusskonzentrat einsetzt, muss halben Schaden selber tragen

Picture

Schüttet ein Hotelgast in einer Sauna das - frei in einem Regal stehende - Aufgusskonzentrat (0,5 Liter) schwungvoll auf den Heizofen, ohne zuvor die Gebrauchsanweisung gelesen zu haben, so haftet er zur Hälfte für den Schaden, den er damit an sich selbst angerichtet hat (hier: Brandverletzungen 1. und 2. Grades).

Die andere Hälfte hat der Hotelbetreiber zu finanzieren, da er solch' "gefährliches" Aufgussmittel nicht "zugriffsbereit in einem offenen Regal mit anderem Saunabedarf" hätte aufbewahren dürfen. Ihm hätte bewusst sein müssen, dass dadurch unerfahrene Saunagäste "zu einer Selbstbedienung animiert werden" und somit eine erhebliche Gefahr bestehen könne. (OLG Naumburg, 6 U 191/06) (Wolfgang Büser/dpp)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.