Kfz-Vollkaskoversicherung: Fahrräder auf dem Dach sollte man nicht „vergessen“

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"Vergisst" ein Autofahrer bei seiner Einfahrt in eine Tiefgarage, dass er auf dem Dach für sich und seine Freundin Fahrräder befestigt hat, und stößt er damit unter die Decke sowie beim Rückwärtssetzen gegen einen Poller, so darf seine Vollkaskoversicherung den Schadenersatz um 30 Prozent (hier von 4.700 € auf 3.000 €) kürzen, weil er grob fahrlässig gehandelt hat. Der Mann kann sich nicht auf "besondere Umstände bei der vorherigen Parkplatzsuche" berufen. Dazu das Landgericht Hagen: Das gilt sowohl für eine mangelnde Ortskenntnis, die im Gegenteil eine besondere Aufmerksamkeit erforderlich gemacht hätte.

Auch der Umstand, dass der Mann zum ersten Mal nach langer Zeit Fahrräder auf dem Dach transportierte, also nicht ständig an die veränderten Abmessungen erinnert wurde, führten nicht zu einer Abmilderung seines Verschuldens. Denn auch insoweit sei von ihm das Mindestmaß an Konzentration zu verlangen, das erforderlich ist, um während der gesamten Fahrt die Besonderheiten seines durch die Dachlast veränderten Fahrzeuges im Auge zu behalten. (LG Hagen, 7 S 21/13) (Wolfgang Büser/dpp-AutoReporter)

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