Dezember 17th, 2013 von admin
Picture

Reiseveranstalter sind an die Angabe der „vorläufigen Flugzeiten" gebunden. Urlauber dürften erwarten, dass Reisezeiten nur bei einem „sachlichen Grund geändert" werden. Auch dürften vorläufige Zeitfenster nicht völlig aufgehoben werden. Das hat der Bundesgerichtshof entschieden. Im konkreten Fall konnte sich die Verbraucherzentrale Bundesverband gegen einen Reiseveranstalter (hier die TUI) durchsetzen, der unter anderem die Klauseln „Die endgültige Festlegung der Flugzeiten obliegt dem Veranstalter mit den Reiseunterlagen" und „Informationen über Flugzeiten durch Reisebüros sind unverbindlich" verwendet. Die „voraussichtlichen" Flugzeiten könnten zwar nicht immer unter allen Umständen exakt eingehalten werden. Reisende dürften aber „berechtigterweise erwarten, dass die Reisezeiten nicht ohne sachlichen Grund geändert werden". Andererseits ergäbe die Information des Reisenden über diese Zeiten auch keinen Sinn und würde den Verbraucherschutz verfehlen. (BGH, X ZR 24/13) Wolfgang Büser/ dpp

Tags: , , , ,