Juni 7th, 2013 von admin
Flugreisen, besonders wenn es in den Urlaub geht, sollten eigentlich stressfrei, ein positives Erlebnis sein. Sind es aber häufig nicht. Dabei ist der mangelnde Service – basierend auf einem ungenießbaren Sandwich oder einer offensichtlich „überarbeiteten“ Crew – zwar ärgerlich, aber noch relativ leicht zu verschmerzen. Anders sieht es aus, wenn der Flug stark verspätet ist, der eventuell anstehende Anschlussflug nur per 400-Meter-Sprint noch zu erreichen ist oder sogar verpasst wird. Oder wenn der Flug überbucht ist und eine Beförderung abgelehnt oder die Verbindung gleich ganz annulliert wird. In zahlreichen Fällen steht dem Fluggast dann zumindest eine finanzielle Entschädigung zu. Doch die zu bekommen, ist nicht immer ganz einfach, weil etliche Fluggesellschaften – ohnehin unter Ertragsdruck oder sogar in roten Zahlen – solche Beschwerden bzw. Anträge recht zögerlich bearbeiten. Hilfe gibt es bei Verbraucherschutz-Zentralen. Unter anderem „Fairplane“, die jetzt einmal statistisch aufgearbeitet hat, bei welchen Fluggesellschaften die von ihnen juristisch vertretenen Fluggäste Forderungen – im Schnitt 405 Euro – erhoben haben.Diese Statistik ist sicherlich etwas verzerrt, da die Mehrheit deutsche Fluggäste sind. Dennoch ist bemerkenswert, dass über 50 Prozent auf drei deutsche Airlines, entfallen. Spitzenreiter ist dabei Air Berlin mit 22 Prozent, gefolgt von Condor (20%) und Lufthansa (13%). Mit weitem Abstand folgen dann Sun Express (5%),Sky Airlines und Ryanair (jeweils 4%). Dass es bei deutschen Gesellschaften auch anders zu gehen kann, zeigt das Ergebnis von TUI mit einem Beschwerde-Anteil von drei Prozent. Also wahrlich kein Ruhmesblatt für Air Berlin und Co. (Auto-Reporter.NET/Hans H. Grassmann)

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