Juli 24th, 2012 von admin
Was für die meisten die schönste Zeit des Jahres, ist für Tierschützer und Tierheime eher eine Zeit des Bangens, denn alle Jahre werden in den Ferienwochen vermehrt Hunde ausgesetzt. Angebunden im Wald, zurückgelassen auf Parkplätzen, oder einfach aus dem Auto geworfen: Sobald die Urlaubszeit naht, werden viele Hunde für ihre Besitzer plötzlich zum Ballast. Statt auf die Reise zu verzichten oder entsprechende Vorkehrungen zu treffen, wählen vermeintlich tierliebe Hundehalter den für sie einfachsten Weg: Sie überlassen ihren Vierbeiner einfach dem Schicksal. Ohne fremde Hilfe ist so ein Tier in den meisten Fällen verloren. Was also tun, wenn man einen ausgesetzten Hund findet? – Die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN erklärt, was Sie tun können, wenn Sie ein herrenloses Tier finden.„Sollten Sie den Verdacht hegen, ein ,Urlaubsopfer‘ vor sich zu haben, sehen Sie sich das Tier genau an“, rät Kampagnenleiterin Dr. Martina Stephany von VIER PFOTEN. „Wenn der Hund einen verunsicherten, geschwächten oder orientierungslosen Eindruck macht, verstört herumläuft oder sich verängstigt verkriecht, kontaktieren Sie bitte die nächste Polizeidienststelle oder das zuständige Tierheim. Bleiben Sie so lange bei dem Tier, bis es von offizieller Stelle in Obhut genommen wurde.“ Gewarnt wird davor, den Hund einfach mit nach Hause zu nehmen. Da aufgefundene Haustiere unter das Fundrecht (§§ 965–984BGB) fallen, dürfen sie nicht behalten werden. Auch wenn der Vierbeiner bereits eine Pfote in der sprichwörtlichen Tür zu unserem Herzen hat, muss man sich gedulden: Erst nach sechs Monaten darf man das Tier offiziell bei sich aufnehmen. (News-Reporter.NET/arie)

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