Komm gut heim !

Alle halbe Stunde hat der ADAC-Ambulanzdienst im vergangenen Jahr eines seiner Club-Mitglieder nach einem Unfall oder einer Erkrankung aus aller Welt wieder sicher nach Hause gebracht. 4.500mal – oder alle eindreiviertel Stunde – per Flieger. Jeden Tag. Einschließlich Weihnachten und Neujahr. Dafür hat der ADAC in Nürnberg zwei DO 328 Jets, eine Beechcraft Turboprop-Maschine und einen Lear Jet mit medizinischer Intensivausrüstung stationiert, die im Notfall auch schon mal von der Bundesregierung angefordert werden.

Die Kosten des Rücktransports zahlt keine gesetzliche und auch keine private Krankenkasse. Daher raten auch das Auswärtige Amt und selbst die gesetzlichen Versicherer, für Auslandsreisen unbedingt eine Zusatzversicherung abzuschließen, die auch für die Kosten der medizinischen Hilfeleistungen aufkommt. Denn so ein Arztbesuch im Ausland kann ganz schön teuer werden. In den USA kostet zum Beispiel ein Krankenhaustag auf der Intensivstation schnell bis zu 10.000 Euro. Aber auch in Spanien kostet zum Beispiel die Behandlung eines Herzinfarkts in einer Privatklinik rund 15.000 bis 25.000 Euro, wofür die deutsche Krankenkasse nur 3.000 bis 5.000 Euro erstattet. Und in der Türkei schlägt ein gebrochener Unterarm schnell mit 10.000 Euro zu Buche, von denen die gesetzliche Krankenversicherung maximal den in Deutschland üblichen Behandlungssatz von 2.500 Euro ersetzt. Da wird der gesundheitliche Schaden blitzschnell zum finanziellen Totalschaden.

Die mit Abstand umfangreichste Auslandshilfe bietet der ADAC seinen Club-Mitgliedern. Weltweit. Egal ob sie mit dem Fahrrad, Flugzeug, Schiff, Eisenbahn oder Auto unterwegs sind.

ADAC-Sprecher Jochen Oesterle: „Beim Abschluss einer Auslandskrankenversicherung sollte man vor allem darauf achten, dass der Rücktransport nicht nur erfolgt, wenn „medizinisch notwendig“, sondern auch, wenn „medizinisch sinnvoll“. Fachkundige Ärzte und Hospitäler gibt es mittlerweile nahezu überall, aber ob eine Behandlung vor Ort auch sinnvoll ist, entscheidet eben nicht allein die Qualifikation der Ärzte.“

Seit über 50 Jahren hilft der ADAC weltweit seinen Mitgliedern. Bei den weltweit 15 Notrufzentralen gehen täglich über 1.500 Hilferufe ein. Der 1973 gegründete Ambulanz-Service hat seitdem über 285.000 erkrankte und verletzte Urlauber wieder nach Hause gebracht. (Travel-Reporter.NET/um)

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