April 8th, 2011 von admin

Ausgefallene Klimaanlagen, Schneechaos oder annullierte Flüge durch Vulkanasche: Im vergangenen Jahr mussten Reisende viele Hindernisse, verpasste Flüge oder Verspätungen in Kauf nehmen. Damit Geschädigte im Personenverkehr zu ihrem Recht kommen, Ticketpreise zurückerstattet oder Wartezeiten entsprechend vergütet werden, setzt sich der ADAC für eine verkehrsmittelübergreifende Schlichtungsstelle ein. „Mit einer solchen Stelle, die sich um die Passagierrechte kümmert, könnten Kundenbeschwerden zügig, fair und ohne Kostenaufwand für den Verbraucher behandelt werden“, so ADAC Präsident Peter Meyer.

Die Juristen des Automobilklubs erreichen jährlich mehr als 20.000 Rechtsanfragen rund um das Reiserecht. Hierbei stehen in erster Linie Probleme bei der Beförderung im Fokus: Verspätung, Gepäckverlust oder Anfragen gestrandeter Reisender. Bei Fluggesellschaften sind schlechte Erreichbarkeit oder kostenpflichtige Hotlines sowie eine unzureichende Informationspolitik die Hauptärgernisse. Bei Busreisen beschäftigt Urlauber vor allem die Sicherheitsfrage, während sich bei der Bahn die Beschwerden vor allem auf Verspätungen konzentrieren. Oft sind Urlauber in diesen Situationen auf sich alleine gestellt. Hier sieht der ADAC Handlungsbedarf: Eine Schlichtungsstelle, die alle öffentlichen Verkehrsmittel einschließt, schaffe mehr Transparenz und Einheitlichkeit für die Geschädigten. Aber auch für die betroffenen Verkehrsträger bringe eine solche Stelle viele Vorteile; so würden beispielsweise die Kosten für einzelne Schlichtungen fallen.

Seit Dezember 2009 gibt es bereits eine Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr, die bisher aber hauptsächlich von der Bahn getragen wird. Den Beitritt der Fluggesellschaften hält der Klub für dringend notwendig. (Auto-Reporter.NET/sr)

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