Bridgetown zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt

Das Welterbekomitee der UNESCO hat die Hauptstadt von Barbados auf seiner 35. Tagung vom 19. bis 29. Juni 2011 in Paris zum Weltkulturerbe erklärt. Die historische Altstadt von Bridgetown und das dazugehörige ehemalige Garnisonsgelände wurden als bedeutendes Beispiel britischer Kolonialarchitektur ausgezeichnet.

Die im 17., 18. und 19. Jahrhundert erbauten und hervorragend erhaltenen Gebäude der Altstadt zeugen von der Kolonialmacht des britischen Empire. Im Gegensatz zu den streng rasterförmig angelegten spanischen und holländischen Kolonialstädten anderer Karibikinseln ist Bridgetown mit seinen eher willkürlich verlaufenden Straßen zudem ein anschauliches Beispiel einer anderen Art von Stadtplanung.

Bridgetown wurde 1628 als erste Siedlung am Constitution River von britischen Kolonisten gegründet. Zuvor sollen die Arawak-Indianer bereits eine Brücke über diesen Meeresarm erbaut haben, die der Siedlung ihren Namen gab. Die Garnison der Stadt – The Barbados Garrison – gehörte im 18. und 19. Jahrhundert zu den größten der britischen Kolonien.

2002 unterzeichnete Barbados die UNESCO Konvention zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt. Am 1. Februar 2009 übergab die Karibikinsel das Dossier, mit dem sich Bridgetown und seine Garnison beim Welterbekomittee als Weltkulturerbe bewarben. Weitere Informationen auf www.unesco.org.

Barbados wartet mit einer der abwechslungsreichsten Naturlandschaften der Karibik auf: Auf einer Fläche von 431 Quadratkilometern präsentiert sich die Koralleninsel im Norden mit dramatischen Formationen, die atlantische Bre­cher aus den Felsen geschliffen haben, auf der West- und Südseite mit sanft abfallenden Sandstränden, im Osten als herbe Schönheit mit langen rauen Stränden sowie im Inneren relativ flach mit verstreuten Dörfern und tropisch-grüner Vegetation. Ob aktiv in der Natur, entspannt am Strand oder unterwegs zu eindrucksvollen Sehenswürdigkeiten – Barbados bietet beste Voraussetzungen für vielfältige Urlaubserlebnisse. Die Uhr tickt etwas langsamer auf dieser Insel; ideal also, um jeglichen Stress hinter sich zu lassen. Der Zeitun­terschied zu Kontinentaleuropa beträgt während unserer Sommerzeit minus sechs Stunden (MESZ -6). (Quelle/Bilder: Global Communication Experts GmbH)