November 4th, 2010 von admin

Nicht wegen Glühwein und Weihnachtsfeiern. Nein. Rauschzeit nennt der Jäger die Wintermonate November bis Februar, wenn der Wildschwein-Keiler seine Bache jagt, damit es im Frühling kleine gestreifte Frischlinge gibt. Und wie bei anderen Lebewesen auch, so vergessen die Liebenden im Rausch oft alle Zurückhaltung und Vorsicht.

Ergebnis: Blind vor Liebe brechen die beiden unverhofft aus dem Unterholz – und stehen im Scheinwerferlicht mitten auf der Straße. Bremsen? Ausweichen? ABS und ESP halten das Auto zwar lenkfähig und sollen das Schleudern verhindern.

„Wenn Tiere auf der Straße stehen und sonst kein Verkehr herrscht, bremsen, hupen und abblenden. So können sie leichter einen möglichen Fluchtweg finden“, rät Sicherheitsexperte Christian Weishuber von der Allianz Versicherung. „Lässt der Verkehr oder Straßenzustand kein gefahrloses Ausweichen zu, ist es aber besser, eine Kollision in Kauf zu nehmen, als von der Fahrbahn abzukommen und gegen einen Baum zu prallen“.

Wenn's kracht, dann kann so ein Keiler ziemlichen Schaden anrichten. Bei einem Unfall mit Haarwild zahlt die Teilkasko-Versicherung. Unfallstelle absichern, Polizei rufen und am besten auch gleich das zuständige Forstamt alarmieren. Das erlegte Tier auf keinen Fall anfassen oder gar in den Kofferraum laden. Dieser Weihnachtsbraten erfüllt dann den Tatbestand der Wilderei! (News-Reporter.NET/um)

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