Service – Fahrkartenautomaten im Test

Keine Beratung, kein Service, kompliziert
Keine Beratung, kein Service, kompliziert

Wo gibt´s die preisgünstigsten Bahnfahrkarten – am Automaten, im DB-Reisezentrum oder im Reisebüro? Das Fernsehmagazin „Hart aber fair“ hat´s getestet. Eindeutiger Verlierer: die Automaten. Dort waren die Tickets fast 86 Prozent teurer als im Reisebüro mit ausführlicher Beratung.

Die Frage: Was kostet eine Fahrkarte für zwei Erwachsene und ein Kind von Düsseldorf-Benrath ins Legoland Günzburg und am nächsten Tag mit Zwischenstopp in Königstein im Taunus zurück nach Düsseldorf-Benrath? Das Ergebnis: Am Automaten kostete das Ticket 454,50 Euro. Am Service-Schalter im Reisecenter der Deutschen Bahn berechneten die Mitarbeiter 352,50 Euro. Das Düsseldorfer Reisebüro Droste kam auf einen Gesamtpreis von 245 Euro einschließlich fünf Euro Service-Entgelt und 25 Euro für eine Bahncard.

„Der Vergleich zeigt, dass Reisebüros mit fachkundigem Personal bei komplexeren Reisen eindeutig gegenüber Automaten punkten“, sagt Bahnexperte Hans Doldi vom Deutschen ReiseVerband (DRV). Im Reisebüro wird der Kunde ausführlich und neutral beraten und gezielt auf Sparmöglichkeiten hingewiesen. Durch cleveres Kombinieren von Bahnangeboten oder Strecken sind die Tickets oft sogar billiger als bei Online-Angeboten der Bahn. Denn auch das Internet kennt die Tricks und Kniffe der Reisebüro-Profis nicht.

In Deutschland gibt es rund 3.000 Reisebüros, die Bahntickets verkaufen. Zu erkennen an dem rot-weißen DB-Zeichen im Schaufenster. (Foto: News-Reporter.NET/as)